Max Linder und Chamonix

Publié le 17/10/2025
Histoire et patrimoine
Cécile G.

Der talentierte Schauspieler und Regisseur Max Linder war der Liebling der 1910er Jahre und einer der größten französischen Stars jener Zeit. Europa, Hollywood, Australien und China: Überall wurde er gefeiert! Seine Figur „Max“ inspirierte sogar Charlie Chaplin, der ihn als seinen „Meister“ und seinen „Lehrer“ betrachtete!

Max Linder liebte Chamonix, wo er zwischen 1910 und 1914 mindestens drei Filme drehte, die die ersten Spielfilme waren, die im Tal gedreht wurden: „Max fährt Ski“, der urkomische „Max und seine Schwiegermutter“ und „Max, der Asthmatiker“.

affiche Max et sa Belle-Mère

Diese komischen Kurzfilme mit Szenen zum Skifahren, Eislaufen und Rodeln sind nichts Geringeres als die ersten Wintersportfilme im Tal und können heute als echte Dokumentarfilme über die Ausübung von Wintersport zu Beginn des Jahrhunderts gewertet werden.

Dank seiner Filme und seines internationalen Rufs trug Max Linder Anfang der 1920er Jahre zweifellos zum Erfolg von Chamonix bei, dessen Luxushotels damals eine vornehme Kundschaft aus aller Welt beherbergten, die sich den Freuden des Wintersports hingab.

Während seiner langen Aufenthalte in Chamonix wohnte der Künstler gewöhnlich zunächst im Hotel Beau Site, dann im Savoy Palace (dem heutigen „Folie Douce“) und schließlich im Majestic, das damals als das schönste Luxushotel der Welt galt. Dort fanden damals außergewöhnliche Feste statt, bei denen Linder gerne auffiel, indem er die hochkarätigen Gäste unterhielt, pantomimische Stierkämpfe inszenierte, die eleganten Damen auf der Tanzfläche zum Wirbeln brachte oder seine eigenen Filme vorführte…

Liebe auf den ersten Blick im Majestic

Im Januar 1923 lernte er in der großen Halle des Majestic seine zukünftige Ehefrau kennen. Die junge Ninette war 17 Jahre alt, und ihre Schönheit verzauberte den Charmeur. Am Tag nach ihrer Begegnung scheute Max keine Mühen, um seine Auserwählte zu erobern, und bei der Bob-Alpenmeisterschaft in Chamonix trank er ein großes Glas Cognac, um sich Mut zu machen, bevor er mit voller Geschwindigkeit die Bahn hinunterraste, schließlich als Erster ins Ziel kam und die Auserwählte seines Herzens beeindruckte.

Die beiden Turteltauben waren fortan unzertrennlich und verbrachten in Chamonix zwei glückselige Wochen voller Gelächter, Schneeballschlachten und mondäner Abendessen. Am Ende der Ferien stiegen Ninette und ihre Mutter wieder in den Zug, der sie zurück in die Hauptstadt brachte. Auch Max kehrte bald darauf nach Paris zurück und heiratete das junge Mädchen.

Max Linder, der vor 100 Jahren, am 31. Oktober 1925, verstorben ist, spielte in fast 500 Filmen mit und beeinflusste zahlreiche Komiker, darunter Charlie Chaplin.

Quellen: „Chamonix fait son cinéma“ – Françoise Rey & Catherine Cuenot

Gedenkveranstaltung am 5. Dezember 2025 um 18 Uhr im Kino Vox in Chamonix

Anlässlich des hundertsten Jahrestags seines Todes würdigte das Tal von Chamonix-Mont-Blanc seinen berühmten Gast, indem es die wenig bekannte Rolle beleuchtete, die er in der Geschichte des Wintersports gespielt hat.

Das Fremdenverkehrsamt des Tals von Chamonix-Mont-Blanc organisierte in Zusammenarbeit mit den „Amis du Cinéma“ eine außergewöhnliche und kostenlose Vorführung von drei Stummfilm-Kurzfilmen: „MAX FAIT DU SKI“, „MAX ASTHMATIQUE“ sowie den urkomischen „MAX ET SA BELLE-MÈRE “.

Affiche finalisée Max Linder

An diesem besonderen Abend war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt, und einige Zuschauer hatten sich sogar in historische Kostüme geworfen – als Hommage an Max Linder!

article DL Max Linder

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